MASSIVE ATTACK
nicht wenige haben sie abgeschrieben und den wirren tiefen der filmsoundtracks, halbgaren konzeptalben und ständigen line-upwechseln überlassen. massive attack (bzw. vorallem hauptmastermind robert “3d” del naja) mussten längst nichts mehr beweisen und ihr unfreiwillig begründetes genre triphop ward schon vor aeonen im stillen grabe beigesetzt worden. so hat man auch nicht verzweifelt auf neue lebenszeichen gewartet, sondern mit relativem wohlwollen akzeptiert, dass sie halt ihr zeug machen und es so machen wie es ihnen passt.
jetzt erscheint mit “heligoland” tatsächlich album nr. 5 und es ist wirklich gut. bei dem back-katalog kann “gut” natürlich niemals genug sein und sowas wie unfinished sympathy macht man eh nur einmal im leben. aber schon die vorabsingles haben sich allesamt als wahre grower erwiesen und man darf ohne abstriche behaupten, dass dies das beste material seit 1997 und “mezzanine” ist. die gäste wie damon albarn (blur, gorillaz, the good, the bad & the queen), tunde adepimbe (tv on the radio), martina topley-bird (tricky, gorillaz, primus, common) und dauer-gast horace andy sind namhaft, werden aber wie immer im gesamtgefüge aufgelöst.
hier kann man das album schon mal streamen, am montag ist offizieller release-termin.
zumindest der song hier, kanns allemal mit tear drop, angel, blue lines oder karma coma aufnehmen:
paradise circus feat. hope sandoval
auch die remixes übertragen den vibe kompetent in ihren jeweiligen club-kosmos:
breakage’s tight rope remix
gui boratto remix
warum genau massive attack ein album nach dem deutschen eiland helgoland benennen, ist mir im moment allerdings noch ein rätsel.










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