gestern abend ging die mehr oder minder spektakuläre eröffnungsfeier des diesjährigen shiftfestivals über die bühne. was genau zwischen cüpli und dorit chryslers theremin-bearbeitung an kreativwirtschaftlichem smalltalk abging weiss ich leider nicht. ich war nämlich gar nicht da. aber es soll ganz viele leute mit grossen sonnenbrillen gehabt haben.
alles zur ausstellung, den podiumsdiskussionen, dem thema “magic, technosalat und geisterporno” oder so, entnehme man der shift-homepage
es folgen unsere kommentare zum heutigen, vielversprechenden musikprogramm.
wie wahrscheinlich die meisten mitbekommen haben, fand am wochenende in riehen die village sauvage statt. 10 häuser wurden besetzt und mit musik verschiendenster stilrichtungen bespielt. die besetzer fordern unkommerzielle, selbstverwaltete Freiräume für Basels Jugend und wollten damit auch die nutzung des öffentlichen raums thematisieren.
und ja ihr habt recht: wir waren auch schon schneller im berichten. da wir selbst die ganze zeit da waren und erst jetzt aufgestanden sind: sorry für die verspätung.
das line-up für den neuen twilight-soundtrack tönt so gut, dass in den musikblogs schon vom album des jahres 2009 gesprochen wird. alles was momentan rang und Namen in der indie/alt Szene hat ist vertreten: Thom Yorke, Bon Iver and St. Vincent, Grizzly Bear, Editors – um nur meine Favoriten zu nennen. da fragt man sich: warum einen film mit einem eindeutigen teenie-zielpublikum mit Musik untermalen, die vor allem von den 20-30-somethings gehört wird? um die Jugend endlich von den geschminkten Goth-teenie Bands (die ja eigentlich perfekt zum film passen würden) wegzubekommen und so in Zukunft ein paar Selbstmorde mehr zu verhindern, wie pitchfork feststellt? vielleicht ist das ein toller Nebeneffekt, aber nicht unbedingt ein Motiv. Oder vielleicht doch ein Schulterschluss aller kränkelnden indie-labels, um neue Kundschaft (ja, die eltern werdens zahlen!) zu erschliessen? die lösung ist vielleicht simpler: twilight-fans sind wohl grössenteils keine Teenies. der soundtrack wurde übers Wochenende geleaked (z.b. hier). fazit nach dem ersten durchhören: sehr gut. und damit verliert auch die frage, die zu beginn dieses textes gestellt wurde, extrem an relevanz: alles, was zählt, ist die musik.
Sa 03 Okt 09 | 23:00 | Rossstall 2: Toby Tobias (London, UK). Pharao Black Magic, Akay & Neevo
nach umwegen, ist nun die partyreihe love tempo wieder an den ursprungsort, die kaserne, zurückgekehrt. morgen, samstagg, findet dort im rossstall2 (aka privat) die erste party zurück im trauten heim statt.
Als Ersatz für den abgesagten Auftritt von Woolfy steht Toby Tobias aka Casinoboy hinter den Tellern. Der seit den frühen 90ern aktive Londoner ist bekannt für seine elegant auf dem schmalen Grat zwischen Disco und House balancierenden Produktionen und DJ-Sets. Durch Kollaborationen mit Kathy Diamond, Remixes für Madrugada oder Outputs auf Geheimtipp-Labels wie Tiny Sticks und Tirk ebenso wie auf Radioslave’s Rekids, hat sich Toby Tobias tief in die Herzen all jener gespielt, die den geraden 4/4-Takt bevorzugt mit viel Seele, Wärme, Blut, Schweiss und Tränen unterstrichen hören. Als support stehen wie immer akay, neevo und pharao black magic an den decks.
zu gewinnen gibt es 2×2 gästelisteplätze. schicke ein mail mit deinem namen an diemagazin/at/gmail.com und du nimmst an der verlosung teil. die gewinner werden bis morgen 18h bekannt gegeben.