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MINIMAL JOANNA: MAGIC


gestern war ich in der roten fabrik und habe eines der grossartigsten konzerte meines lebens gehört.

disclaimer: aus mir spricht grenzenloses fanboy-tum. das folgende hat rein gar nichts mit einer objektiven kritik zu tun.

das, was gestern durch die aktionshalle der roten fabrik klang, war nicht von dieser welt. joanna newsom und ihre nerd-truppe waren in town. und es war atemberaubend, schmerzhaft schön. die opulent orchestrierten songs von “ys” gehören für mich schon auf cd zum besten, was die pop-musik (ja, das ist pop! wenn auch im allerweitesten sinne) je hervorgebracht hat. aber live, in der minimal-besetzung mit geige/gesang, schlagzeug/gesang und mandoline/banjo schälte sich erst der wahre kern dieser 5 ewigen meisterwerke heraus. und der ist nicht nur zutiefst berührend, sondern – und das war für mich die grosse überraschung – sie haben verdammt viel groove in sich. bei “monkey&bear” zum beispiel bewegte sich irgendwann der ganze saal. die klimax wirkte ähnlich wie – ich wage es fast nicht, das wort in diesem zusammenhang zu verwenden – ein brillantes minimal-techno-stück.
die amerikanische elfe (auch wenn sie nicht so genannt werden will: es gibt kein wort, das besser auf sie zuträfe) schaffte eine derart magische atmosphäre, dass die tausend oder so menschen in der halle zusammen zuckten, als jemand an der bar lautstark auf einen plastikbecher stand. ich habe selten erlebt, dass ein publikum so komplett in den bann geschlagen wurde von dem, was sich auf der bühne abspielte. dementsprechend überwältigend war auch der applaus, den sie nach jedem lied bekam. ganz egal, ob es eines von “ys” war, von “milk eyed mender” oder von ihrer neuen ep “joanna newsom and the ys street band”. etwas mehr als anderthalb stunden spielte sie. von mir aus hätte es ewig gehen können.

hier ein paar der songs, die sie gespielt hat:

free music

und hier noch ein kleines video mit interview und konzert-szenen. ignoriert die dämlichen fragen der ersten hälfte, nachher wirds interessant.

so, und jetzt zerreisst euch die münder. oder geht am 26.9. ins fri-son und werdet glücklich.

7 Kommentare

Kommentare

aireloco
Donnerstag, 20. September 2007, 12:11 Uhr

was heisst hier zerreissen? du machst mich echt neugierig auf diesen sound. muss ich mir unbedingt reinziehen… hang on

Fabienne
Donnerstag, 20. September 2007, 18:45 Uhr

joanna newsom ist glaube ich etwas vom besten was es derzeit gibt.
elfengleich schwebt ihre stimme durch die songs und berührt herz und seele gleichermassen!
schade dass ich es an keines der konzerte schaffe.
vielleicht dafür an das von the raveonettes in der kaserne –>26. september

Anonymous
Donnerstag, 20. September 2007, 20:50 Uhr

Joanna Newsom ist gut. Um hiermit auf das Wesen der Deutschen Sprache, die ja Substantive gross schreiben lässt, zu verweisen.

jon
Freitag, 21. September 2007, 8:07 Uhr

Sehr wohl, Thomy!
Ich hatte mich auch auf schlimmes gefasst gemacht (und das Publikum und die Vorband meine Befürchtungen nur bestärkt – viel Feind, viel Ehr…), aber es war, nun ja, bezaubernd. Und gut. Die kann was auf ihrer Harfe!
Und wieso bist Du heute nicht im Idiotenkasten?
cheers, j.

Anonymous
Freitag, 21. September 2007, 12:30 Uhr

wunderbari musik,aber muessme ein uf 8jährige goof mache wemme schwätzt?

petra
Freitag, 21. September 2007, 15:42 Uhr

ja, schon bissel goofy wie die da tut.
aber das soll ja IN sein, wie der (mittlerweile abgeschwappte) new rave-trend beweist.
(nur kids rennen damit um.)

Jakob
Freitag, 21. September 2007, 18:17 Uhr

hm, gefällt mir garnicht.
viel blabla, um wenig dreck.
“hat dich jemand um deine meinung gefragt?” – nein.
na und?

Gib Senf