SCHÖNHEIT DER MENSCHEN

gestern, zu saddami höllenfahrt, auf dem schiff herumlümmelnd, auf ein immer wieder lustiges thema stossend extrawelt reinziehend. gutheit, aber in die länge ziehend.
FÜR DU – VON WIR

gestern, zu saddami höllenfahrt, auf dem schiff herumlümmelnd, auf ein immer wieder lustiges thema stossend extrawelt reinziehend. gutheit, aber in die länge ziehend.
nach langer recherche hab ich im raum basel nur zweieinhalb silvester-fester gefunden, die das offizielle toolate-gütesiegel verdient haben. etwas dürftig für unsere werdende party-metropole, würd ich mal sagen. aber scheissegal: man kann eh nur an einem ort gleichzeitig sein und wenn es der richtige ist, dann ist ja eh alles in butter. oder champagner. oder so.
nxp silvester-nacht im presswerk:
clouds live
nagy & frankenberg
dario rohrbach
chris air
le fou fevrier
raise
und auf dem zweiten floor: die bodyrockers.
auf radio x haben sie gemeint, das ganze würde auch übertragen werden. dem gepflegten wohnzimmer-rave steht damit also nichts im wege.
klingt gut!
etwas kleiner und familiärer geht es in muttenznznznz zu:
jubeltrubeldiscokugel an der baselstrasse 123
djs:
kay knete
joshi sommer
rude
deepmnmaltekkno. alles klar?
und dann noch die zweieinhalbte empfehlung für die neujahres-schlitterpartie:
das schiff
hingehen wegen technick.
aber…
manon
lars fischer
eric guse
goran
7
oli k.
modestino
… spielen vielleicht auch gute musik. keine ahnung.

ne ganze menge los, dieses wochenende. silvester fällt auf den sonntag, da hat man zwei tage zeit, um sich aufzuwärmen. ich glaube, fürn silvester reserviere ich einen eigenen post, deshalb hier mal die toolate-tips für frei- und samstag.
freitag:
- la famiglia im nordstern
es spielen auf:
elm live
monzur live
id-lvsq live
s-biene
technick
- cocoon booking night in der sprisse (war da nicht mal die rede von anderen acts? ach, scheissegal. auch die cocoon-jungs werden wohl gerne eine runde bowling spielen).
es spielen auf:
andré galluzzi
d.diggler
robbie
gianni
tony white
samstag:
- shakerzh aufm schiff
es spielen auf:
extrawelt live
reto ardour
adriano
dario rohrbruch
phil g.
tony white
auch richie wird mal müde
massive lolz an richies missglückten stage dive! :D was, keiner fängt mich auf? ouch.
gestern an der xbox360, entbrannte eine heftige diskussion über welche konsole nun das rennen macht (machen wird). ein xbox360 neuling, der sich auch schon in das gerät verliebt hat, ein playstation 2 fanatiker und ich, als unabhängiger pc user, haben über vor und nachteile der 3 neuen konsolen (xbox360, wii, ps3) philosophiert. fazit: der ausgang des rennens ist noch völlig offen. obwohl es sony natürlich schon ein wenig versifft hat mit dem start.
was ich mit diesem post sagen will? eigentlich nichts, aber ich will auf dieses spiel hinweisen, welches die wii konsole doch sehr interessant macht, wenn man sich die möglichkeiten vor augen führt, die ein solches steuerungskonzept mit sich bringt.

unser adventskalender neigt sich dem ende zu. zum wochenende gibts noch zwei tracks von netluci aka le fou février, der einten hälfte von the marcs. viel spass damit.
hammer album!gut, es ist erst vor einem monat erschienen – trotzdem scheint es irgendwie (ungerechtfertigt) untergegangen zu sein. und in den jahreslisten sowieso. aber wir wären ja nicht too late, wenn wir nicht toolate wären. ich würde darum empfehlen, klickt mal hier und gebt anschliessend “synthpop” ein. dann wisst ihr mehr. tnx to raphi.
so. hier noch ein weihnachtsgeschenk von mir. ist irgendwo zwischen russischen porno- und turkemenischen trauerseiten aufgetaucht. viel spass!

minimalmafia seit dem 02.10.05. remember the dayzzz? komas, freude, freundschaften, liebe, hass und gute musik. alles in einer gif animation.

so eben kam mir zu ohren das der sogenannte base club (ex prince club) seine pforten wegen angeblichen “umbauarbeiten und erneuerung des musikkonzepts” bis ca. mitte januar schliesst. alle events wurden abgesagt. einiges hat auf einen solchen ausgang der geschichte hingewiesen, doch jetzt ist es amtlich.
die angekündigte vielfalt war nie vorhanden. es gab ca. drei veranstaltungen pro woche, immer andere namen, aber meistens die selben djs. resultat: an vielen parties tauchte nur eine hand voll menschen auf. auch am samstag, als der event übers radio übertragen wurde, waren neben dem barpersonal, den djs und ihren kollegen nur die veranstalter anwesend. ein bedrückendes bild.
in anbetracht dieser tatsachen, fällt es leicht anzunehmen, dass herr thulcke schwer mit dem gedanken ringt, das handtuch zu werfen. vielleicht braucht er die “umbauzeit” um darüber nachzudenken. für progressiv house scheint der markt in basel definitiv zu klein zu sein.
was lernen wir aus dem ganzen? nun, ich denke man kann nicht so schnell einen club aus dem boden stampfen und ein image erzwingen. es braucht viel zeit und zuwendung um in einem club eine kultur zu erschaffen und zu pflegen. (siehe auch kaserne)
the saga continues. ich will den CHUCK NORRIS CLUB!
ich muss hier einfach VICE zitieren: “Es gibt zwei Sorten von großen Brüdern die nerdig sind und auf Metal stehen. Die einen mutieren zu passiv-aggressiven Außenseitern, die ihre Mütter hassen. Die anderen bringen ihren kleinen Geschwistern alles Wissenswerte über Sepultura bei, gründen eine Rockband und laden ihre Schlafzimmer-Gigs auf YouTube hoch.” Die Rockband heisst “LOS GAUCHOS” – Emilio, 14 (Gitarre und Gesang), Martin, 10 (Bass), Agustin, 11 (Schlagzeug) und Carla, 4 (Backround Vocals).
und das haben sie drauf:
sepultura – refuse resist
iron maiden 1
iron maiden 2
zwei aufeinanderfolgende, ausverkaufte konzerte im z7 letztes jahr sprechen für sich. der nordic-melodic-fantasy-spirit-white-metal wird also nicht nur von “ultima” und “das schwarze auge”-gamenden kids oder der oberlandbevölkerung gehört. wer mir das konzept hinter dem “hunting high and low” video erklären kann, darf mitkommen ans nächste stratovarius konzert (falls es das gibt). irgendwie scheint diese band ja wirklich viele fans zu haben. alle singen “hunting high and low” – 3jährige, schülerbands, besoffene, gitarren-nerds, schlagzeug-nerds und karaoke-fans.

offenbar ist der godfather of soul heute morgen um viertel vor zwei ortszeit in atlanta gestorben. je nach quelle ist die todesursache eine lungenentzündung oder noch ungewiss.
edit: jetzt ist es amtlich
RIP

so,habs auch noch geschafft 30min 2006 gitarren-highlights zusammenzumixen. ach, es gibt nichts schwierigeres. und eigentlich sind das gar nicht die songs, die ich am meisten gehört habe – die kennt ihr nämlich schon. darum…gitarre pt 2 folgt,hiphop folgt….viel spass :)

…kommt noch der 2006-rundumschlag von mir. und weil ich an der toolate-front ein bisschen faul war ist er eben etwas ausführlicher. wer nicht viel lesen mag, solls halt sein lassen, har har.
das jahr 2006 hat mir bewiesen, dass eine bestimmte institution doch noch existiert; eine, die ich längst dem grabe des unweigerlich alles auffressenden vergangen-und-vergessen-nebels zugeschrieben hatte, das artist-album.
die grosse mehrheit von bands und solo-künstlern veröffentlicht zwar nach wie vor alben, die getrost unter “less killer, more filler” archiviert werden können, aber die ausnahmen dieser regel haben mir das leben version .06 beträchtlich versüsst. und so möchte ich hier mit wonne eine lanze für das artist-album (“LP”’s haben unsere eltern noch dazu gesagt) brechen. ein artist-album präsentiert der welt eine neue soundwelt, eine neue sichtweise oder idee, ein kompaktes, überzeugendes und in sich geschlossenes klangpaket. ob sich das nun auf den lyrischen inhalt, die musikalische umsetzung oder im besten fall beides bezieht, spielt eigentlich keine rolle, solange es bei irgendjemandem irgendwie funktioniert. und da sich diese erkenntnis wie ein roter faden durch meine “hach-ich-liebe-musik”-momente des vergehenden jahres zieht, gibts hier meine top fünf alben des jahres 2006, inklusive anekdotischem halbwissen und den gründen für meine wahl:
gnarls barkley – st. elsewhere
die “crazy”-overdose war unumgänglich, schliesslich hats die pop-industrie heutzutage echt nicht leicht. wenn dann endlich wieder so ein all-conquering konsens-hit aus dem nichts auftaucht, der auch noch die frechheit hat, cooler zu sein als allah es erlaubt, dann wird das eben bis zum letzten tropfen ausgekostet. auf “st.elsewhere” verbirgt sich aber viel mehr: brutal zusammengeschlachtetes diebesgut aus 60 jahren musikgeschichte, eimerweise soul und nicht zuletzt ein grundton subversiver rebellion gegen etablierte strukturen der popkultur. dass ein bisschen stehvermögen verlangt wird, um dieses werk ganz zu geniessen, ist quasi das tüpfelchen auf dem i der authentizität. anywho, danger mouse und cee-lo green haben die hoffnung in gute musik die trotzdem allen gefällt am leben erhalten und dabei den blueprint für die popmusik der nächsten jahre geschaffen. ihr seid geil, jungs.
yeah yeah yeahs – show your bones
ich hatte zwar diesen scheiss-bandnamen schon gelesen, wusste aber nicht mit was ich ihn verbinden sollte, ausser vielleicht prophylaktischem ekel vor einer weiteren new yorker kreisch-band. ende 05 erschien die vorab-single “gold lion” und die klang so unbekümmert und klassisch gut, dass sämtliche zukünftigen verwechslungen mit den schrecklichen “clap your hands say yeah!“-jammerlappen ein ende haben sollten. habe “show your bones” dann anfangs 2006 ohne gross anzuhören auf den ipod geladen und wieder vergessen. an irgendeinem frühlingsabend radelte ich gedankenverloren durch die stadt, wollte vom schützenmattpark an den kannenfeldplatz und liess “show your bones” los. schlussendlich bin ich ohne grund nach allschwil gefahren, von dort nach kleinhünigen und von dort am rhein entlang und durch die innerstadt zurück dann endlich an mein ziel gelangt. ich wollte halt einfach alles hören. zehn meter vor meiner haustüre erklangen die schlussakkorde von “turn into” und ich war seit langem wieder so richtig fan einer band gweorden. die songs sind mal langsam, mal schnell, immer irgendwie episch, mit langen, sanften aufbauphasen, endlosen, krachenden entladungen, genialen riffs und soli und einem irgendwie zerbrochen wirkenden aber trotzdem immer treibenden groove. sängerin karen o kann eigentlich nicht singen und hat das pendant einer kaputten blechtrompete als stimme, die sich zuweilen schmerzhaft schrill überschlägt, nur um im nächsten moment wieder kaputt in sich zusammenzufallen. erinnert vielleicht ein bisschen an eine rock’n'roll-version von portisheads beth gibbons. seither entdecke ich alle paar monate ein neues lieblingslied.. “show your bones” ist das schwierige zweite album und war laut band streckenweise eine üble zangengeburt. trotz durchwegs sehr guter kritiken hat es bis jetzt nicht jene anerkennung erhalten die ich erwarten würde. wer jetzt denkt, dass ich mich vom UK-schundblatt NME habe inspirieren lassen, die “show your bones” nach anfänglicher ignoranz jetzt plötzlich zur Nr. 2 des jahres erwählt haben, kann sich von raketenthom bestätigen lassen, dass ich ihm schon seit einem halben jahr die ohren vollkrähe. ich trag sogar merchandising, verdammt.
various production – the world is gone
2006 haben sich zwei stilarten etabliert, die in den letzten jahren die künstler in ihren jeweiligen wirkungsbereichen mit viel frischem wind und neuen impulsen vorantrieben:
- die hippie-folker nord-amerikas haben die elektronik entdeckt, verzaubern mit sounds zwischen sanften gitarrenklängen und trippigem gebrumme oder gefiepse und lassen ihre musik von den einschlägigen medien ungestraft neo-folk nennen. die, man ist schon fast versucht es “bewegung” zu nennen, um devendra banhart, coco rosie, joanna newsom, bonnie prince billy und viele andere hat sich in den köpfen und märkten festgesetzt und überzeugt nach wie vor.
-auf der anderen seite des atlantiks erhob sich aus dem wirrwarr der post- speed-/uk-garage-ära ein düsteres monster wie es nur in london herangezüchtet werden kann. dubstep ist laut, definiert sich, wie es sich für ordentlichen london underground gehört, hauptsächlich über seinen bass, und verbindet fast alle subkulturellen musikalischen innovationen welche die britische hauptstadt in den letzten 20 jahren durchlebt hat.
klar gibt es auch in nordamerika eine lebhafte elektronika-szene und klar gibt es in england hippies die mit laptops folk machen. various production aber nehmen von beiden seiten genau jene stimmungen und elemente, welche die jeweilige szene ausmachen. ihr debut-album “the world is gone” schliesst eine reihe von limitierten singles ab, bei denen zusammenpasst, was nicht passen sollte: über-melancholische folkballaden und industrieller clubwahnsinn. ich habe schon im september davon geschwärmt und tu’s jetzt nochmal, nicht zuletzt mit dem utopisch-kindlichen hintergedanken, dass bei genügender nachfrage doch jnoch jemand auf die idee kommt, das album auch in der schweiz zu veröffentlichen. womit wir beim nächsten stylebeweis von various sind: während es heute zum guten ton gehört, die kleidungslinie eines künstlers mehr zu vermarkten als seine musik, da diese ja eh irgendwann nur noch als ringtone relevant sein wird, versehen various production ihre werke mitaufwändigem verstörend-betörendem artwork, führen interviews nur übers telefon und geben selbst den intellektuellen ravern von de:bug nur belanglose pisstake-infos die e
h schon alle haben.
und als dreingabe zu so viel style ist die musik einfach fucking massiv geil, also leckt mich doch alle.
arctic monkeys – whatever you say i am, thats what i’m not
ist natürlich auch in der oben genannten NME-liste aufgetaucht, notabene auf platz 1. es gibt wohl kein album, dass den englischen musikmarkt in den letzten jahren so nachhaltig beeinflusst hat. ihre ersten beiden singles “i bet you look good on the dancefloor” und “when the sun goes down” sprangen ohne grosse werbung direkt auf platz eins, ihr album ebenso. und alles dank myspace, ein paar verteilten demo-cd’s und vielen, vielen, guten konzerten im jahr 2005. die major-musikindustrie kratzte sich am kopf und verfluchte wiedermal das internet, das eine so einträgliche und die generation prägende band in die hände des indie-labels domino (franz ferdinand, four tet) gespült hatte.
inzwischen hat der ur-bassist die band verlassen weil ihm alles zu bunt wurde, es erschien eine geniale EP namens “Who The Fuck Are Arctic Monkeys?” und mit ihrer restriktiven release-politik haben die jungs (alle knapp 20) über- und weitsicht bewiesen. der backlash hielt sich nicht zuletzt dank ihrer zurückhaltung in grenzen und die majors liessen es sich eine lehre sein und holten ihren myspace-generierten erfolg mit lilly allens “alright, still” nach. was bleibt? verdammt gute songs irgendwo zwischen the clash, den specials und ein bisschen gang of four, gepaart mit den herausragenden lyrics von alex turner, der den vergleich mit pete doherty oder mike skinner (the streets) allemal verdient hat.
the knife – silent shout
the knife wurden von der allgemein-presse hochgejubelt wie nichts gutes. sie mussten vergleiche mit abba (ja klar, the knife sind ja auch aus schweden. so wie roxette und ace of base auch) durchstehen, als paradebeispiel für elektroclash und 80er euphorie (das war 2001. nur weil karin eine trainerjacke anhat ist sie kein 80er fashion-häschen) herhalten und ihre do-it-yourself ethik verteidigen. hinzu kamen zwei popularitätsschübe ende 2005: karins gastspiel auf dem grandiosen “what else is there” von röyksopp und dieser “100′000 gummibälle in san francisco” werbe-spot von sony, für den der kanadische folk-barde gonzalez ihren song “heartbeats” coverte und the knife plötzlich bei sämtlichen cafedelmar/kruder&dorfmeister/buddhabar/ gotanproject-hörer-und-lattemacchiatotrinkern bekannt machte. dabei machen das geschwisterpaar Karin Dreijer Andersson und Olof Dreijer vorallem eins: saugeile mucke für alle. die songs sind von der penetranten stimme und dem ganz leichten akzent von karin dreijer geprägt, funtionieren bestens im elektro/minimal-kontext der aktuellen clubmusik, lassen sich aber dank ihrem charaktristisch düsteren pop-appeal auch genauso gut zuhause hören. trotz all dem sind the knife bei uns irgendwie untergegangen. für die club-fraktion war der weltwoche-artikel (siehe abba-vergleiche) wohl zuviel des guten und dem geneigten easy-listening latte-trinker war die akustische kokain/mdma-dosis die silent shout einem durch die synapsen jagt dann eventuell etwas zu hoch. alle selber schuld. the knife haben 2006 meine clubnächte, radfahrten und stadtwanderungen mitgeprägt. und pitchforkmedia hat silent shout übrigens zum album des jahres gewählt. bläh.
und sonst?
es gab zwar sehr viele gute alben, aber zT war ihr konzept trotz aller qualität schon zu bekannt um wirklich aufregend zu sein (muse “black holes and revelations”, red hot chilli peppers “stadium arcadium”, the streets “the hardest way to make an easy living”, johnny cash “a hundred highways”) oder das mindere füllmaterial liess den guten rest ersticken (fast jedes hiphop-album). eine ausnahme bilden die zwei, im abstand von nur acht monaten veröffentlichten alben von ghostface killah “fishscale” und “more fish”. tonnenweise street-dirt, soul und dieser endgeile flow zwischen hussler-hektik und stoned philosophy. hat mich ziemlich umgehauen und ich hörs immer noch gerne.
sowieso hip hop. auf trifelife gabs diesen link zu einem interessanten artikel über die grassierende album-schwäche im hiphop. einzelne tunes führen die playlists und download-charts an, aber sobald das entsprechende album kommt versandet es mirnichts dirnichts in den unteren rängen der verkaufscharts. ich frage mich ob die zeiten einfach vorbei sind als man einem mc über 20 tracks zuhören wollte wie er seine haters popped (ach nee). selbst die alben ausserhalb des g-unit mongo-imperiums sind so überfüllt mit musik und gast-featurings, dass für inhalte kein platz bleibt. am oberen ende des spektrums können zwar leute wie jay-z (“kingdom come”), nas (hiphop is dead”) oder eben ghostface dagegenhalten, aber letztendlich ändert das nichts am status quo eines völlig aufgeblasenen hiphop-kosmos, der gar nicht mehr verstecken will, dass er eine farce seiner selbst ist. um sich vom rest abzugrenzen scheinen kollaborationen mit pop und rockmusikern mittlerweile etabliert zu sein. eminem wurde noch leicht schräg angesehen als er mit dido oder (schluck) elton john kollaborierte. jay-z darf sich von coldplay-blauauge chris martin sogar einen ganzen beat zimmern lassen (das wirklich geile “beach chairs”), kanye croont mit adam levine von maroon5 (“heard’em say”) und ghostface killah annektiert kurzerhand einen ganzen song von UK-soulpunk amy winehouse (“you know i’m no good”).
aber eigentlich ists scheissegal. ich hör mir jetzt nas und jay-z’s versöhnungs-banger “black republicans” an und bounce ein bisschen rum. peace, y’all.
hier nun noch ein paar empfehlungen die es knapp nicht in die top 5 geschafft haben, aber deswegen nicht weniger gut, wichtig oder beeindruckend sind:
tv on the radio – return to cookie mountain
camera obscura – let’s get out of this country
joanna newsom – ys
the killers – sam’s town
slayer – christ illusion
regina spektor – begin to hope
kasabian – empire
the long blondes – someone to drive you home
hot chip – the warning
morrissey – ringleader of tormentors
peter bjorn & john – writers block
marc houle – bay of figs
the raconteurs – broken boy soldier
nathan fake – drowning in a sea of love
burial – burial
joan as police woman – real life
justin timberlake – future love/sexfuck
clipse – hell hath no fury
ok go – oh no
tomte – buchstaben über der stadt
booka shade – movements
und zum schluss gibts einen mix den ich im sommer mal gemacht hab, mit einigen meiner lieblingstunes dieses jahres. weil er nicht als 2006-mix gedacht war, sondern einfach nur gute musik zusammenbrachte, hats eben auch alte songs drauf, aber alles im dienste des ganzen.. schöne weihnachten!!
playlist:
yeah yeah yeahs – warrior (2006)
gonzalez – all you deliver
white stripes – in the cold cold night
donovan – get thy bearings
rebecka thörnqvist – the poachers (2006)
yeah yeah yeahs – dudley (2006)
jenny wilson – let my shoes lead me forward (2006)
peter bjorn & john – young folks (2006)
malcolm middleton – solemn thirsty
gnarls barkley – boogie monster (2006)
atmosphere -
that night
five deez – black rushmore (2006)
dabrye feat. doom – air (2006)
coldcut – walk a mile in my shoes (2006)
al green – love and happiness
gnarls barkley – storm coming (2006)
morrissey – life is a pigsty (2006)
everything but the girl – driving (piano version)
the long lost – coyote’s song (when you hear it too) (2006)
yeah yeah yeahs – the sweets (2006)
neil young – the needle and the damage donw
arctic monkeys – despair in the departure lounge (2006)
mary j blige and wyclef jean – 911
team LG – big man (2006)

also falls meine augen noch die wahrheit an mein gehirn weiterleiten… steht hier die frohe botschaft. marc houle live im presswerk! ein info geschenk zum 24. . ist das was? go andi go!
diesen sommer erschien die erste platte auf gelbes billett, dem plattenlabel der presswerk-macher. auf der a-seite fand sich dort “daisy’s secret”. ein track, der einige raves zum bersten brachte und von leuten wie d.diggler in ihre top ten aufgenommen wurde. nagy und frankenberg haben für toolate tief in ihren archiven gegraben und erstaunliches zutage gefördert: eine alternativ-version des tracks, der mit denselben elementen eine andere geschichte erzählt. die produzenten legen wert darauf, dass das eine sehr rohe version ist, die weder in den details ausgearbeitet noch irgendwie gemastert ist. nichtsdestotrotz: ein hypnotische wirkung erzielt er allemal. und eine absolute toolate-exklusivität ist er sowieso.

hi. hier meine dolle auswahl. sortiert nach “am meisten rewind gedrückt am ende des stücks” minus den ganzen techno, electro,was auch immer kram. mein pop für euch. mega härzig, nicht?
ich muss ehrlich gestehen, dass mich das jahr 2006 musikalisch etwas enttäuscht hat. aber vieleicht hab ich einfach die falsche musik erwischt.
ein lied ist aus dem 2005. finde heraus welches und gewinne ein candle light döner für 2 personen im pizza quick. prost!